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Am 13. 08. 2001

Auf Rügens Radwanderwegen erlebt und beobachtet

Idylle im Westen der Insel

Bergen (OZ) Wer zur Saison dem dichten Verkehr auf den Straßen und Wegen im Zentralteil und Osten der Insel entgehen möchte, findet in weiten Teilen Westrügens was er sucht: ländliche Idylle.

   Etwa zwei Kilometer südlich Bergens, wo die B 196 auf die B 96 mündet, führt eine junge Eichenallee nach Klein-Kubbelkow. Nach einem Kilometer ist der Ort erreicht. Der Radwanderer sollte sich beim Durchfahren des Dorfes nicht dem Park und dem Landhaus zuwenden. Insidern blutet das Herz, wenn sie das einst auf Initiative des LPG-Vorsitzenden Dieter Eckardt und seinen ungezählten Helfern – darunter LPG-Angehörige und Schüler der EOS Bergen – wieder zum Kleinod gestaltete Anwesen sehen. Park und Landhaus sind in den letzten Jahren verwahrlost. Ratsam also, von dem Spurplattenweg aus den Blick über weite Felder, das Tal des Lanzengrabens und den verträumten Ort Platvitz hinweg bis zum Wald der Gingster Heide zu genießen.

   Weiter führt die Route über Groß-Kubbelkow nach Südwesten. Auf Höhe der Teschenhagener Kreuzung endet der nicht „hinternfreundliche“ Holper-Weg. Hier beginnt der asphaltierte Radweg auf einer Länge über vier Kilometer.

   Nachdem der Radweg die Straße gekreuzt hat, führt er am Rollfeld des Flugplatzes entlang. Auf der gegenüberliegenden Seite weiden Rinder. Moderner Flugverkehr und traditionelle Weidewirtschaft sind hier nur durch eine Straße getrennt.

   Im Zentrum von Güttin wird in nördlicher Richtung der Radweg auf öffentlicher Straße nach Dreschvitz geführt. Interessant die Vielfalt der Gehölze: Kirsche, Holunder, Schwarzpappel, Wildbirne, Weide, Spitz- und Feldahorn, Hunds- und Kartoffelrose, sie bilden einen idealen Feldschutzstreifen.

   Dreschvitz überrascht mit vielen schmucken Anwesen und einigen Gebäuden, die über 200 Jahre alt sind. Einen Kilometer hinter dem Ortsausgang zweigt von der Straße in Richtung Gingst eine Bitumenstraße ab. Sie führt über Moordorf direkt an die Grenze des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

   In Unrow fällt am Ende der Lindenallee ein Prachtbau auf, das komfortabel angelegte Gebäude wurde auf dem Gelände errichtet, wo Anfang der neunziger Jahre das ehemalige Herrenhaus einem Brand zum Opfer fiel.

   Südlich des Ortes verläuft ein Feldweg entlang der Nationalparkgrenze nach Landow. Im August ist im Umland der Nachwuchs von Bussarden, Kolkraben und Krähen bei der Flugschule zu beobachten. Schaut man nach rechts, zeigt sich die Landower Wedde. Ein bedeutender Rast- und Brutplatz für Wasserwild.

   Nach zwei Kilometern ist Landow erreicht, ein kleiner Ort mit Fachwerkhäusern aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Interessant die Geschichte der 600-jährigen Kirche, deren Chor und Sakristei mit Kranzrippengewölben aus Backstein. Dem früheren Pastor Erich Buttkies, dem schon genannten Dieter Eckardt und der Rügener Künstlerin Anneliese Hoge ist es maßgeblich zu danken, dass die Dorfkirche vor dem Verfall bewahrt wurde. Seit mehr als zehn Jahren werden hier Kunstausstellungen gezeigt und Konzerte geboten. In diesem Sommer installierte Uwe Henning aus Berlin die ungewöhnliche Präsentation von ca. 150 Darstellungen zum Thema: „Engel-Namen und Berufe“.

   Keine zwei Kilometer von hier entfernt liegt südwestlich der Landower Wedde ein mystischer Ort. Für den Interessenten lohnt es, sich mit der sagenumwobenen Geschichte der einstigen Burg und Seefestung Ralow zu beschäftigen. Ein Abstecher dorthin wäre vergebene Mühe, denn Ralow befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich.

K. B.

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Stand: 07. Juni 2013        
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